Moor - Trockenlegung - Landschaft


Das Gebiet des heutigen trockengelegten Niedermoores war bis ins späte 19. Jahrhundert intakt. Die Gründe der „Bürgerwiesen“ sind schon seit dem Mittelalter in Parzellen an die Bürger des Marktes aufgeteilt. Um diese Flächen besser nutzen zu könne, gründeten sie zwischen 1906 und 1918 die sogenannte Entwässerungsgemeinschaft unter der Obmannschaft von Franz Bruckenbacher. Die Bauern gruben händisch Entwässerungsgräben, die aber immer wieder zuwuchsen. In den späten 1980er Jahren entschied man sich dazu, die Gräben auszufräsen, da sich viele Grundbesitzer nicht mehr um das Ausgraben kümmerten. Wegen großen Widerstands von Umweltschützern wurde dies allerdings nur einmal durchgeführt.

Heute weiß man, dass solche Trockenlegungen große ökologische und letztlich klimatische Probleme mit sich bringen. Die Trockenlegung mit intensiver Landwirtschaft verringert die Biodiversität und die Fähigkeit des Moors, Wasser zu speichern. Entwässerte Moore können und sollten renaturiert werden, um auch ihre Funktion als wichtiger Kohlendioxid-Speicher wiederherzustellen.

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