Tennengebirge - Karst und Höhlen


Das Tennengebirge ist ein Teil des Natur- u. Europaschutzgebietes Salzburger Kalkhochalpen. Die ca. 60 km2 große Gebirgsgruppe besteht aus einem ausgedehnten Hochplateau mit z.T. steil abfallenden Wänden. Der höchste Gipfel ist das Raucheck (2430 m). Im Erz der Alpen UNESCO Global Geopark hat die Gemeinde Hüttau Anteil an diesem Gebirgsstock.

Den Sockel des Tennengebirges bildet der Ramsaudolomit, darüber liegt geschichteter (gebankter) Dachsteinkalk. Ersterer besteht aus Sedimenten die im Gezeitenbereich, zweiterer aus solchen, die in der anschließenden, seichten Lagune eines tropischen Meeres in der mittleren bis oberen Trias abgelagert wurden. Auf Grund dessen findet man heute noch unzählige Fossilien, u.a. Kuhtrittmuscheln (Megalodonten) auf der Plateaufläche.

Die Plateaufläche ist stark verkarstet. Je nach Höhenlage findet man Dolinen oder Karren. Das Niederschlagswasser wird in Felsklüften abgeleitet, dadurch entstanden Höhlen, wie z.B. die Eisriesenwelt in Werfen. Auf manchen Gipfeln liegen verstreut „Augensteine“. Darunter versteht man Bachkiesel, die von Bächen und Flüssen noch vor der Heraushebung des Gebirgsstockes, abgelagert wurden.

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